DJK: Umzug ins Sportzentrum gefordert
RHEDE 30 000 Euro sollte die DJK Rhede bekommen, um die allernötigsten Instandsetzungen an ihrem Platz und den Umkleiden an der Gudulastraße machen zu können. Im Gegenzug sollte der Verein zusichern, »mittel- bis langfristig (in den kommenden fünf Jahren) seinen Vereinsmittelpunkt von der Gudulastraße in den Bereich des Sportzentrums (zu) verlagern« und mit den anderen Vereinen über eine gemeinsame Nutzung zu reden. So jedenfalls lautete der Beschlussentwurf im Ausschuss für Soziales, Bildung und Sport. 2013 laufen die Verträge am Sportzentrum aus, dann kann neu verhandelt werden.
Die FDP konnte der Vorlage nicht zustimmen. 5000 Euro und eine Umsiedlung in den kommenden eineinhalb Jahren sei die Lösung, die die FDP favorisiere, sagte Simon Böing. Zudem solle eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtet werden, die die Erweiterung des Sportzentrums zugunsten der DJK vorantreibe.
»Wir sind der Meinung, dass der Prozess nicht so schnell umsetzbar ist«, sagte Hermann Thomas (SPD) »Der Spielbetrieb hat Vorrang.« Allerdings sei die Formulierung im Beschlussvorschlag vage, zudem sei zu überlegen, ob die DJK nicht auch die Sanitäranlagen des alten Jugendheims mitnutzen könne.
2013 - »zu früh«
Karl-Heinz Nobis (CDU) hielt Verhandlungen 2013 für »erheblich zu früh«. »Wir dürfen nicht darauf verfallen, die Vereine zusammenzuzwingen.« Er könne sich noch nicht vorstellen, wie der Vorstand des VfL Rhede und der DJK harmonisch miteinander arbeiten.
Dennoch: Einig waren sich die Politiker, dass der DJK-Plan dauerhaft nicht zu halten sei. »Ich denke, dass wir eine sehr verträgliche Lösung anbieten«, sagte Kämmerer Paul Regniet, er halte die betroffenen Vereine durchaus für gesprächsbereit: »Der jungen Generation geht es um optimale Spielbedingungen.« Auch eine schärfere Formulierung im Antrag sei nicht hilfreich. »Ich hätte kein gutes Gefühl dabei, wenn man den Verein noch mehr knebeln würde.«
Es war Antonius Böing vom Rheder Sportverband, der auf ein weiteres Problem hinwies: »Es gibt einen gültigen Pachtvertrag mit der katholischen Kirche. Ohne deren Willen wird man die DJK da nicht wegbekommen.«
Entscheidung vertagt
Schließlich wurde die Entscheidung über den 30 000 Euro-Zuschuss und die Formulierung der Vereinszusicherung auf die Ratssitzung kommende Woche vertagt.
Der Pachtvertrag der DJK mit der Gudula-Gemeinde war erst 2008 für 25 Jahre erneuert worden. »Mit uns ist von offizieller Seite noch nicht gesprochen worden«, sagte Pfarrer Arndt Thielen auf BBV-Anfrage.
(BBV vom 03.07.2010, Eva Dahlmann)

