30 000 Euro für die DJK

Rat bewilligt Zuschuss für Sanierung / Ziel: Spielbetrieb erhalten und Zukunft planen

RHEDE Die DJK Rhede kann die dringensten Mängel an Gebäude und Fußballplatz auf ihrem Gelände an der Gudulastraße beheben. Der Rat bewilligte dafür in seiner jüngsten Sitzung einen Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro. Mit dem Geld soll sichergestellt werden, dass der Spielbetrieb weitergehen kann. Allerdings bewilligte der Rat das Geld unter der Voraussetzung, dass der Verein grundsätzlich die Bereitschaft zeigt, in den kommenden fünf Jahren ins Sportzentrum umzuziehen. Dem Ratsbeschluss ging eine Diskussion im Sozialausschuss um Zuschusshöhe und Formulierung zuvor. Dabei sei vielleicht der Eindruck entstanden, die FDP wolle den Verein mit 5000 Euro abspeisen, sagte Simon Böing (FDP). Dem sei nicht so. Die Liberalen hielten es vielmehr für sinnvoll, einen Großteil des eingeplanten Geldes bereits am neuen Standort, also im Sportzentrum zu investieren, sagte Böing. Da es bis zum Umzug allerdings länger dauern werde als gedacht, wolle die FDP dem 30 000-Euro-Zuschuss zustimmen.

Peter Bölting (CDU) war es wichtig, »den laufenden Spielbetrieb zu erhalten«. Das »sind wir der DJK schuldig«, sagte er im Rat. Bölting hielt allerdings nicht viel vom FDP-Vorschlag, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die ein Konzept zur zukünftigen Sportförderung und den Betrieb der städtischen Sportanlagen erarbeiten soll. Weder CDU noch SPD, Grüne und UWG halten einen solchen Arbeitskreis derzeit für sinnvoll. Erst einmal sollten sich Vereine und Stadtsportverband Gedanken machen und eine Perspektive erarbeiten. Der Stadtsportverband habe doch schon entsprechende Signale gegeben, sagte Reinhold Störkmann (Grüne). Der Rat solle dem Verein Zeit geben, in Ruhe die Gespräche über eine Verlagerung ins Sportzentrum zu führen.

Dort laufen Ende 2012 die Nutzungsverträge aus. Wunsch der Verwaltung ist es, künftig die Kosten für das Sportzentrum auf »möglichst viele Nutzer« zu verteilen. Es gehe darum, die Sportförderung in der Zukunft finanzierbar zu halten, sagte Störkmann.

Auf Vorschlag von Vize-Bürgermeister Peter Deutmeyer zog die FDP den Arbeitskreis-Antrag erst einmal zurück. Wenn die Vereine allein nicht weiterkommen, könne man immer noch einen Arbeitskreis bilden, sagte Deutmeyer. Bei der Abstimmung enthielten sich die Liberalen dann allerdings. Die übrigen Ratsmitglieder stimmten für den 30 000-Euro-Zuschuss, der aus der Sportpauschale des Landes finanziert wird.


(BBV vom 09.07.2010, Sabine Hecker)