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Judoka der DJK Rhede und des JC Kolping gehen auf Judo-Safari

Gemeinsame Breitensportaktion beider Vereine mit großer Beteiligung ein voller Erfolg

Wie schon im letzten Jahr veranstaltete die Judoabteilung der DJK Rhede 57 e.V. zusammen mit dem befreundeten Judo-Club Kolping Bocholt eine Judo Safari. Hierbei handelt es sich mitnichten um stupide Wilderei, sondern um eine breitensportliche Veranstaltung für Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren, welche vom Deutschen Judo-Bund ins Leben gerufen wurde und von den einzelnen Vereinen ausgerichtet werden kann.

Hierbei werden in verschiedenen Disziplinen Punkte vergeben: beim Judokampf, einem Kreativteil, sowie bei einem aus mehreren Einzeldisziplinen bestehenden Sportteil. Je nach erreichter Punktzahl erhält jeder Teilnehmer dann eine Urkunde sowie einen großen Aufnäher, welcher sich an der Rangfolge der Farben der Schülergrade im Judo orientiert und, passend zum Thema Safari, je ein Tier darstellt. So gibt es das gelbe Känguru, den orangeroten Fuchs, die grüne Schlange, den blauen Vogel, den braunen Bär und als größtmöglichen Erfolg den schwarzen Panther.

Und so trafen sich am vergangenen Wochenende knapp 50 begeisterte Kinder und diverse Betreuer, um gemeinsam das Wochenende zu verbringen. Nachdem am frühen Samstagnachmittag die Halle der Ludgerusschule an der Südstraße für die Kinder vorbereitet wurde, begann um halb vier die Safari. Zum Aufwärmen wurde zunächst auf den Matten gebalgt und gespielt. Danach begann der “offizielle” Teil mit einem japanischen Judoturnier, bei dem die ersten Punkte gesammelt werden konnten. Nach zähem Ringen, bei dem sich nichts geschenkt wurde, brachte man die Schlafsachen hinüber ins Jugendheim “Zur heiligen Familie”, wo man sich zunächst mit Hotdogs und Apfelschorle stärkte bevor man sich wieder in die Sporthalle begab und dort weiter gemeinsam lustige Spiele veranstaltete. So wurde Völkerball gespielt, “Krokodile” gefangen und das allseits beliebte Zombieball, ein Abwerfe-Spiel, gespielt. Am späten Abend waren alle Kinder entsprechend müde und das Nachtlager wurde aufgebaut. Danach startete der gemütliche Teil mit einem Film und einem Betthupferl, bevor zur, zugegebenermaßen sehr kurzen, Nachtruhe das Licht gelöscht wurde.

Am nächsten Morgen ging es nach einem kräftigen Frühstück und einer chaotischen Aufräumaktion zurück zur Schule, auf dessen Hof nun die Safari-Olympiade stattfand und um weitere Punkte gekämpft wurde. In den Disziplinen Ballweitwurf wurden sagenhafte Weiten erzielt. Beim Känguru-Weitsprung stießen sich die Kinder kraftvoll dreimal hintereinander vom Boden ab und machten dabei den australischen Beutelsäugern scharfe Konkurrenz. Zum Schluss gab es noch ein Wettrennen, bei dem trotz rutschigem Boden sowie Hindernissen hervorragende Zeiten gestoppt wurden.

Der Vormittag war entsprechend schnell vergangen und die Safari neigte sich dem Ende zu. Während eines Abschlussspieles begab sich eine Jury zu den Kunstwerken der Teilnehmer, um diese zu bewerten. Und die Kreativität der Kinder kannte auch diesmal keine Grenzen. Neben zahlreichen Gemälden und Basteleien aus Pappe wurde dieses Mal u. a. auch eine riesige Judo-Arena aus Lego gezeigt. Wirklich toll, was sich die Kinder haben einfallen lassen.

“Phänomenal”, äußerte sich auch die Betreuerschar einvernehmlich. “Es ist gelungen, trotz nochmalig erhöhter Teilnehmerzahl eine absolut reibungslose Veranstaltung durchzuführen. Danke dafür an alle Teilnehmer und Betreuer!“.

Die Ergebnisse der Wettkämpfe sowie die Urkunden und Aufnäher erhalten die Kinder in den nächsten Wochen beim Training. Soviel sei aber schon verraten: ein Kind darf sich tatsächlich über einen schwarzen Panther freuen.