Die Tür ist sperrangelweit offen: DJK Rhede muss nur hindurchgehen
Die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A und die Rückkehr in die Bezirksliga nach 36 Jahren ist nur noch Formsache. Sonntag geht es mit dem Bus zum RSV Praest.
Gut möglich, dass in der Fußball-Kreisliga A bereits am drittletzten Spieltag alle wesentlichen Entscheidungen fallen. Beste Voraussetzungen für die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga A hat dabei Tabellenführer DJK Rhede. Läuft es perfekt, könnte die Elf von DJK-Trainer Björn Kräbber schon am Freitagabend, 15. Mai, die Meisterfeierlichkeiten starten. Dann nämlich, wenn der Verfolger Rheingold Emmerich im Gastspiel beim PSV Wesel II verliert.
Die Emmericher hätten in diesem Fall weiter sechs Punkte Rückstand. Die könnten zwar theoretisch in den restlichen zwei Partien noch aufgeholt werden. Die Rheinstädter wären dann aber bestenfalls punktgleich mit DJK Rhede. In diesem Fall würden die Ergebnisse im direkten Vergleich ausschlaggebend sein. Beide Spiele gegen Emmerich gewann DJK Rhede mit 6:2 im Hinspiel und dann im Rückspiel mit 3:1.
Verliert Emmerich am Freitagabend nicht, haben es die Rheder aber zwei Tage später am Sonntag selbst in der Hand, und zwar mit einem Sieg beim RSV Praest. In diesem Fall würde der Vorsprung weiterhin mindestens sechs Punkte betragen.
Für den RSV Praest hingegen wäre bei einer Niederlage gegen DJK Rhede der Abstieg besiegelt. Der ehemalige Landesligist (zuletzt in der Saison 2021/22) müsste zusammen mit den seit längeren feststehenden Absteigern GW Vardingholt und Olympia Bocholt den bitteren Gang runter in die Kreisliga B antreten.
Wie sieht Björn Kräbber diese Ausgangslage und stehen schon die passenden Getränke für die Meisterschaftsfeier gekühlt parat? „Die stehen bei uns sowieso immer kalt“, so der Rheder Trainer. „Wir müssen aber erst einmal unsere Hausaufgaben machen.“ Am Freitagabend den Auftritt von Emmerich vor Ort in Wesel ansehen will Kräbber nicht. „Ich gucke am Freitag mal im Internet rein“, sagt Kräbber. Feierlichkeiten soll es im Fall der Fälle nicht geben, die sollen erst im Falle eines Sieges in Praest starten. Kräbber: „Da fahren wir mit einem Bus hin. Alle, auch Betreuter und der ganze Staff, sind dabei.“
Eine große (negative) Überraschung erwartet der Coach nicht, auch wenn Praest im Falle einer Niederlage endgültig abgestiegen ist. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind für die Praester angesichts von acht Punkten Rückstand ohnehin auch nur noch theoretischer Natur.
„Eigentlich ist das nicht mehr zu machen. Die werden ja jetzt nicht auf einmal alle restlichen Spiele gewinnen. Wir machen auf jeden Fall so weiter. Da muss ganz viel zusammenkommen, dass wir das am Sonntag nicht schaffen. Ich habe so viel Vertrauen in die Jungs. Was wir uns in den letzten Monaten aufgebaut haben, da glaube ich nicht, dass wir das am Sonntag verspielen.“
Und eine Woche später steigt dann auch das Rheder Derby gegen Vardingholt. „Da lassen wir es dann noch einmal richtig krachen“, verspricht Kräbber.
Das Hinspiel zu Hause gegen Praest gewannen die Rheder mit 3:0 Toren, allerdings ist das Ergebnis klarer, als es letztlich das Spiel war. „Wir haben uns im Hinspiel schwergetan“, erinnert sich Kräbber. „Die Praester standen sehr, sehr tief. Da haben wir nicht immer so gut ausgesehen und haben auch kein gutes Spiel gemacht. Ich glaube, da können wir in Praest noch einmal neu ansetzen. Und die Meisterschaft dann eintüten.“
INFO
Der 32. Spieltag in der Fußball-Kreisliga A
Die Partien des 32. Spieltages der Fußball-Kreisliga A:
VfR Mehrhoog gegen TuB Bocholt (Hinspiel: 2:6), Freitag, 19.30 Uhr;
SC TuB Mussum gegen FC Olympia Bocholt (3:0) und
PSV Wesel II gegen VfB Rheingold Emmerich (2:4), beide Freitag, 20.00 Uhr;
SV Biemenhorst II gegen SV Bislich (2:1), Sonntag, 12.30 Uhr;
GW Vardingholt gegen TV Voerde (1:3),
TuS Haffen-Mehr gegen SV Vrasselt (4:0),
SV Brünen gegen SV Krechting (1:3) und
RSV Praest gegen DJK Rhede (0:3), alle Sonntag, 15 Uhr;
GSV Suderwick gegen SV Spellen (5:0), Donnerstag, 21. Mai, 19.30 Uhr.
(BBV-Bericht: 15.05.2026, Bericht: Jürgen Wegmann; Foto: Christian Klumpen / CKA)




